Quadrocopter V3.2 Zusammenfassung

Copter V3.2 (Foldable Quadcopter in 56er Spannweite mit 10er Props)

 Da inzwischen doch einige gefragt haben, was die Konfiguration meines aktuellen Copters anbelangt, hier mal eine kurze Zusammenfassung des Setups und kurze Rezession zu den Flugeigenschaften:

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Beschreibung:

Rahmen: Für den einfacheren Transport sollte es was Falltbares sein. Hier bietet sich der relativ günstige und frei konfigurierbare Rahmen „Alien 560“ von Hobbyking an. Zusammengeklappt passt der Copter jetzt locker zusammen mit Ladegerät, Werkzeug und Propeller in meinen alten Fotokoffer. Dank der GFK-Rohre können die Kabel der Motoren außerdem sauber ins Innere verlegt werden. Auf das hohe Landegestell habe ich hier verzichtet, da ein Gimbal unter diesem Copter nicht angedacht ist, das Gewicht kann man sich also sparen.

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Als Motor und Prop-Kombination bieten sich bei einem 50er Rahmen die inzwischen vielfach bewährte 900-1000kv an 9er oder 10er Props an. Ich hab mich aufgrund der guten Rezessionen für die SunnySky 2212 mit 980kv entschieden, die in Verbindung mit 10×4,7 Carbon-Propellern einen kräftigen Durchzug bieten.

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Die ersten gekauften ESCs von einem umgelabelten chinesischen no-Name Hersteller beschloss ich zu ersetzen, nachdem die Bewertungen der AFRO-ESCs doch durchweg positiv ausfallen und ich schon lange ein Auge drauf geworfen habe. Auf die AFROs mit SimonK-Software umzusteigen hat sich inzwischen auch als goldrichtig erwiesen. Dank des neuen Platinenlayouts entfallen die Kühlkörper komplett, was enorm Gewicht einspart. Und eine Diode, die den Betriebszustand anzeigt ist inzwischen ebenfalls mit an Board. Hier ein dickes Lob an die Jungs aus China, denn selbst wenn der Gasfuss minutenlang durchgedrückt wird, sind die Dinger gerade mal handwarm.

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Die NAZA Lite von DJI hat gute Dienste geleistet, die bleibt auf jeden Fall am Start.

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Tja, die Akkus… 3S der doch 4S an den SunnySkys? Den 3S hab ich hier liegen, ergo schauen wir uns die Flugzeiten damit mal an. Hier steht noch ein bisserl Recherche aus, ob 4S im Schnitt tatsächlich mehr Flugzeit bringen – trotz des höheren Gewichts des Akkus bei gleicher Kapazität von 4000mAh.

Was mir immer auf den Keks geht, ist die Verkabelung. Ich hatte hier noch ein 45er PCB rumfliegen – keine Ahnung wie hoch die maximale Belastung des china-Boards ist – also ist der erste Schwung ESCs, das Akkukabel mit XT60 Anschluss und ein Anschlusskabel für die NAZA noch mit viel Aufwand direkt dort angelötet worden. Da das Board auch bei Vollgas – also bei gut 100A – nicht abgeraucht ist, schien es das wohl auszuhalten 😉 Aber: Das Ganze ist dann furchtbar unhandlich und klappert ohne extra Befestigung im Bauch des Copters rum. Suboptimal. Die AFROS haben deswegen auch direkt einen neuen Silikon-Kabelsatz bekommen, der deutlich einfacher zu verbasteln ist und jetzt für ein vernünftiges Kabelwerk im Inneren sorgt. . Gut, genug Text. Hier die endgültige Ausstattung des V3.2:

 

Einkaufliste:

Motoren: SunnySky 2212 980kv
ESCs: 30A AFRO HK-ESC mit SimonK
Propeller: 10×4.7 Carbon Fiber
Rahmen ink. Arme: Alien 560 Folding Quad-Copter Carbon Fiber
LiPo: 3S 4000mAh 35-70C
NAZA Lite + GPS
FrSky Receiver mit Turnigy 9XR openTX

AUW: 1370gr
Flugzeit Hovern: ca. 15min / Heizen: ca. 10min

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Fazit:

Die Erwartungen wurden erfüllt. Das Moped ist schön agil und gibt schon im Atti-Modus richtig Gas. Hab neulich ein Fahrzeug auf der Landstraße verfolgt – also scheint die Geschwindigkeit schon gut über 80km/h zu liegen. Im GPS-Modus hält er perfekt die Position, hier zeigt sich wieder die Qualität der NAZA-Flugsteuerung.

Cruisen im Atti-Modus: Ein Traum! Kurz angetippt und auf Schwung bringen, Gas runter auf 50% und dann mit Quer-/ und Seitenruder perfekte Schwünge ziehen. Herrlich, hier sind die AFROs absolut unschlagbar, kein Zucken nervöser Props an den Armen und eine super weiche Steuerung selbst bei langgezogenen Kurven mit starkem Wechsel vom Gleitflug in den Sinkflug mit anschließendem Abfangen und brachialem Beschleunigen. Er liegt in der Luft wie eine Eins. So muss das!

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Im ACRO-Mode (manueller Modus) spürt man das Gewicht dann schon deutlicher, hier muss man nach einem Flip schon kurz beherzt aufs Gas treten um ihn wieder zu fangen – aber bei 50cm Spannweite war klar, dass es sich hier um einen Allrounder handelt und keinen reinen 3D-Copter. Passt also. Hier kann jetzt auch locker ein Gimbal + GoPro an den Bauch gehängt werden – das wird ihn relativ wenig beindrucken.

 

Flugzeit: Passt zur Konfiguration. Cruisen und Spass in einem. Also im üblich Rahmen zwischen 10-15 Minuten. Hier eine Aufnahme des Timers bei 13:51 Minuten nach einem netten Mix aus Cruisen und ein bisserl Heizen:

 

IMG_20140721_191455.jpgMir ist es schon fast zu wenig, aber wer mal ordentlich Feuer geben will, der kann halt keinen 2-Flugstunden-Copter bauen 😉

 Oki, soweit die Zusammenfassung, wenn Fragen zum Setup sind, quatscht mich am besten einfach in Facebook an…

UPDATE: Nach einem Blick über die letzten Entwicklungen im Copterbau, habe ich beschlossen zusätzlich einen Neuen aufzusetzen, bei dem schlicht und einfach das Ziel ist mindestens 60 Minuten Flugzeit am Stück zu haben. Mit der neuen Generation der 18650er Akkus statt der handelsüblichen dicken Modellbau-LiPos ist das ja jetzt endlich möglich.

Ein reiner Reichweiten-Cruiser also. Daran ein 433/900MHz FPV-Set und ab die Post. Dazu aber mehr im nächsten Projekt, wenn es heißt: „Quadrocopter V4.0: Long-Range FPV“…

Ein Kommentar

  1. […] von HobbyKing. Punkt. Nach den Erfahrungen mit meinem aktuellen Copter, kommt mir erst mal nichts anderes ans Moped. Außerdem: HK hat mitgedacht und bietet die neuen […]

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