Quadrocopter (Tutorial 1) Fantasie vs Hardware

Papa braucht Spielzeug. Es muss was Technisches sein, was zum Basteln, zum Programmieren, soll fliegen können, und dank GoPro Fieber auch früher oder später was zum Filmen. Was liegt da näher als einen eigenen Quadrocopter zu bauen? Ok, erst mal das I-net durchwühlen und schauen was andere so auf die Beine stellen. Klingt erst mal gar nicht so schwer, also bin ich hin, und hab mir die ersten Teile für so ein Ding bestellt. Natürlich nicht von der Stange, Papa braucht ja was selbst-gebasteltes, sonst fehlt der Spaß ^^. Der TBS Discovery-Frame von einer kleinen Firma namens „Team Black Sheep“ hörte sich schon mal interessant an. Anscheinend kann man dort schon mal alles elektronische auf diesem Board unterbringen und vernetzen, selbst die Kamera, bzw. FPV Anbindung ist hier bereits mit eingeplant. Gut. Weitersuchen, was sagen die „Experten“ in verschiedenen Foren, was das Flugverhalten und darauf-bezogen vor allem die Filmerei anbelangt? Vier Arme sind Minimum, damit das Ding ordentlich in der Luft steht, der Schwerpunkt in der Mitte und die Arme vernünftig lang, damit das Ganze nicht wie ein Spielzeug hin- und herschaukelt und Vibrationen durch die Motoren schon mal weitgehend geschluckt werden. Also ab in diverse Online-Shops und ein paar vernünftige Arme bestellt. Carbon? Hört sich gut an, leicht und trotzdem robust. Dazu ein paar Befestigungen und irgendwas wo der Motor drauf kommt… Hier bot sich für den Start erst mal das Zubehör des Turnigy Talon V2 an. Ok, was fehlt noch? Motoren und entsprechende Regler, dazu ein Motherboard, was die ganze Geschichte dann auch vernünftig ansteuert. Hm, ein bisschen Bums soll das Kerlchen ja schon haben, also erst mal vier Turnigy D3530/14 1100KV Brushless Outrunner Motor  bei HobbyKing zum Testen bestellt. Dazu ein paar Regler, die auch alle anderen Alternativen von Motoren schlucken, falls ich mich umentscheide: Turnigy Multistar 30 Amp Multi-rotor Brushless ESC 2-4S (OPTO). Warum OPTO? Hier half mir die Erfahrung verschiedener Forenmitglieder, die Empfehlung ging eindeutig zu einem getrennten Stromkreis zwischen Regler/Motoren und dem Mainboard um Spannungsschwankungen auszugleichen und bei einem Abrauchen des stromführenden Reglers nicht gleich den Kontakt zu wertvoller Hardware zu verlieren. Hierzu hab ich mir einfach ein UBEC bei Ebay gezogen, zufälligerweise auch von Turnigy, aber für kleines Geld mit der Wahl zwischen 5 und 6V Ausgabespannung und integriertem Summer bei Spannungsabfall. Außerdem ab Start alles drauf, was der Kleine zur Auswertung braucht, also drei-Achsen Gyros, Beschleunigungssensor und ein Barometer. GPS? Immer gut. Schließlich soll er auch wieder nach Hause finden, wenn ich schon zu doof bin die Kiste zu steuern. 😉  Die Webseite von Hobbyking war eh schon offen, also gleich mal das “Anfängerset” MultiWii PRO Flight Controller w/MTK GPS Module bestellt. So, Schluss mit trockenem Text, hier mal die ersten Bilder der oben genannten Hardware:

Regler, Motoren, Mainboard, GPS und diverse Kabel im ersten Paket.

Links im Bild auch gleich die Arme und der vierte Motor montiert auf einem solchen mit schicker Alu-Druckguss-Halterung.

Sieht für den Anfang recht edel aus.

Das Board von Black Sheep ist auch angekommen. Ein bisschen Lötarbeit und jede Menge Schrauben.

Ok, mal Spaßeshalber zusammenlegen. Mal schauen wie der “Kleine” später ausschauen wird…

 

Also ran an den Speck, Lötkolben zücken und Werkzeug herbei, jetzt geht es an den Zusammenbau der Grundkomponenten. Die Regler beziehen ihren Strom direkt von der Discovery Platine, feine Sache. Werden also angelötet. Das Mainboard hat die üblichen Löcher zur Befestigung und passt somit in die Mitte des Frames. Die Regler will ich ebenfalls auf dem/im Frame, damit der Schwerpunkt möglichst nah in der Mitte liegt. Daneben noch den Spannungswandler und schon sieht die Sache gar nicht so schlecht aus:Damit wäre also der Hauptteil elektronischer Art auf dem Board erledigt. Jetzt hab ich natürlich Arme bestellt, die nicht für den Frame gedacht sind, also beginnt jetzt der Handwerkliche Teil der Anpassung und Vervollständigung. Dank der Hilfe von Max aus unserem Verein…… haben wir den sogenannten “Motor-Mounts” von Turnigy ein paar kleine “Beine” aus einem Alurohr verpasst, die in Verbindung mit einer jeweils zurechtgesägten 3mm Gewindestange den Armen einen vernünftigen Halt in den vorgegebenen Bohrlöchern des TBS-Frame den nötigen Halt geben. Nach Fertigstellung sieht das Ganze dann so aus:Natürlich habe ich bei meinen Laienhaften Recherchen nicht gesehen, dass die Bohrungen der oben und unteren Platine des TBS-Frames unterschiedlich ausgelegt sind. Somit hat sich bei dem Zusammenbau eine kleine Hürde ergeben, die Dank fachmännischer Versenkung verschiedener Schrauben und dem Anpassen der Alurohre durch Max excellent gelöst wurde.

Wird die Ganze Geschichte nun zusammengefriemelt und in “flugfähige” Form gebracht, so ergibt sich vorerst dieses Bild.Im nächsten Teil, geht es dann um die Steuerung, sprich Fernbedienung, die Kalibrierung der Platine und dem Hochladen der ersten Programms, damit der Kleine auch in die Luft kommt…

 

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