Viewcomb ViewPad 10S – Ein interessantes Tablet für wenig Geld…

Es ist da: Mein neues Spielzeug und zukünftiges „Ausprobier- und Bastel-Tablet“ das Viewcomb ViewPad 10S. Vorneweg: Es ist auch mein erstes eigenes Tablet, zwar hatte ich schon einige in den Fingern wie das iPad und das Archos 101 aber „nur um das ganze mal aus zu probieren“ waren mir die Dinger einfach zu teuer. Jetzt ergab sich durch den günstigen Preis von rund 200,- EUR bei Amazon, dass ich nicht mehr widerstehen konnte und nun wird das arme ViewPad 10S auf Herz und Nieren geprüft. Außerdem muss ich einfach zugeben, dass mir das schlichte Design und die klare Form sehr gut gefällt.


Was mir als erstes auffällt, ist das Display. Positiv: Die Farben sind wirklich nicht so schlecht wie in einigen Rezessionen zu lesen ist und die „durchschnittliche“ Auflösung von 1024×600 Pixel ist für die 10″ für den Anfang gut zu ertragen. Allerdings hat das Ding einen interessanten „Fehler“: Das Display – genauer gesagt die „Frontscheibe“ – scheint schlichtweg verkehrt herum montiert zu sein. Legt man das ViewPad vor sich auf den Tisch, ist der Blickwinkel schon so ungünstig, das es fast unlesbar wird. Dreht man die ganze Geschichte aber um 180 Grad, ist es ohne Probleme lesbar und sieht genauso schick aus, als wenn man genau von oben drauf schaut. Keine Ahnung wer auf diese komische Idee gekommen ist, aber da haben die Jungs in der Fertigung/Planung einfach einen entscheidenden Fehler gemacht, der (anscheinend) durch eine um 180 Grad gedrehte Montage hätte vermieden werden können. Was das Gewicht anbelangt, so kann man in dieser Preisklasse natürlich keine Rekorde erwarten, ebenso was die Tiefe des Gehäuses anbelangt, aber zu diesen Dingen wurde ja schon oft genug in diversen Blogs und Foren diskutiert. Für mich war der Prozessor (NVIDIA Tegra 2) wichtig um halbwegs aktuelle Rechenpower zu haben und das die Kiste eine Displaygröße von min. 10″ hat, denn alles andere macht für mich keinen Sinn.

Ausgeliefert wird das Pad aktuell mit Froyo, das heisst also mit der Android Version 2.2, bei der man am Design noch merkt, dass sie aus dem Smartphone-Bereich kommt. Immerhin muss ich zugeben, dass mich nach dem ersten Anschalten die Geschwindigkeit überraschte. Kein Ruckeln oder Zögern, alles fühlt sich gut an. Anscheinend existiert keine Kooperation mit Google, daher ist eine Verknüpfung mit einem bestehenden Google Konto im Auslieferungszustand nicht möglich und der Google Android Market schlichtweg nicht installiert. (Aber das war mir bekannt und ist einer der Punkte den ich noch bewusst in Angriff nehmen möchte…) Weiterhin fällt auf, dass zwar ein Back-Button oben am Gehäuse zu finden ist, allerdings kein Menü-Button. Zwar ist das nicht das einzige Modell mit dieser Eigenheit auf dem Markt, wie sich aber beim Testen zufällig ausgewählter Apps herausstellt, ist das ein riesen Manko, denn kaum eine App ist mit dieser Eigenheit vertraut und blendet die Menüleiste nach dem Starten einfach aus. Das hat zur Folge, dass in manchen Spielen ein Menüaufruf schlichtweg unmöglich war und es keine andere Chance gibt als das Programm zu beenden, neu zu starten und die gewünschten Optionen möglichst schon beim Starten im Spielmenü ein zu stellen. Also bitte liebe aktuelle Gehäusebauer: Gebt den Geräten einfach diese winzige Knöpfchen noch zusätzlich mit, denn nicht immer dominiert das Betriebssystem über eine App und dann steht man verdammt dumm da… 😉

Der letzte Punkt in dieser kleinen Hardware-Übersicht ist der USB-Anschluss: Auch hier eine interessante Alternative, denn ein USB-Anschluss ist zwar vorhanden, allerdings ist es ein Standart Typ A-Anschluss (für Laien: das ist der gleiche Anschluss wie z.B. auf der Rückseite Eurer PCs) Was bedeutet das wenn man sich die ganzen üblichen Kabel, die man im Laufe der Zeit zu Hause gesammelt hat mal anschaut? Richtig, es gibt in der Regel bei jedem Zuhause ein Typ A auf Mini z.B. für die Kamera, Typ A auf Micro z.B. für aktuelle Handy/Smartphones, Typ A auf  B z.B. für den Drucker oder maximal noch Typ A als Verlängerung. Aber fast keine Sau hat ein Typ A/A auf dem Schreibtisch liegen und in der Verpackung des ViewPad 10S leider ebenfalls nicht.


Ein Sprung in den nächstgelegenen MediaMarkt brachte mich diesbezüglich auch nicht weiter. Nicht nur, dass mir keiner glauben wollte, dass mein Tablett einen solchen Anschluss hat und eben NICHT einen MicroUSB, so ist ein solches Kabel schlichtweg im Sortiment nicht vorhanden. Also musste ich drei Tage warten, bis mir Amazon ein passendes USB Typ A/A Kabel in den Briefkasten legte.

Nun gut, soviel zum ersten Eindruck. Auch wenn sich die Geschichte nicht weltbewegend positiv anhört, so sind das alles Dinge mit denen ich leben kann und die mich – wie ja gewünscht – schon mal ein wenig gefordert haben. Der interessante Teil aber kommt jetzt erst, die Installation des Google Markets und der üblichen Google-Apps auf ein „fremdes“ Gerät, sowie die Installation von Honeycomb – also Android 3.2 in der Version von Legionaires ViewCOMB– auf dem kleinen Begleiter. Dazu aber mehr in den nächsten Artikeln…

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